Montag, 2. Februar 2009

Politische Entwicklungen

                                                              Foto:Reuters

Die honduranische Presse meldet heute, das der Präsident Manuel Zelaya glücklich und wohlbehalten bei seinem Freund Hugo Chávez in Venezuela angekommen ist. 
Ja, seit geraumer Zeit verbindet die beiden eine innige Männerfreundschaft. Mit im Bunde sind der nicaraguanische Präsident Daniel Ortega und Evo Morales aus Bolivien.
Diese Staaten und auch Kuba und Dominica haben sich zur sog. ALBA (Alternative Bolivariana para los pueblos de nuestra América) zusammengeschlossen. ALBA soll eine Wirtschaftsgemeinschaft mit dem Ziel sein, von den USA und Europa unabhängiger zu werden. Politisch fällt auf, dass diese Länder deutlich kommunistische Tendenzen zeigen. Also vielleicht stecken doch mehr als nur wirtschaftliche Interessen dahinter.
Honduras, so war bis vor kurzem die landläufige Meinung, passe in diesen Zusammenschluß eigentlich nicht hinein. Das Land hat seit Jahrzehnten enge Kontakte zu den USA, zahlreiche amerikanische Unternehmen wie beispielsweise Standard Fruit (heute Dole) haben große Ländereien, auf denen sie Bananen und Ananas anbauen. Zudem leben und arbeiten nicht wenige Honduraner in den USA. Sie schicken einen großen Teil ihres Lohns an die Familienmitglieder im Land.  
Plötzlich macht das Land nun eine Kehrtwende, rückt ganz weit nach links und beschwört ernsthafte Sorgen herauf, das dieser Linksruck zu einer sozialistisch geprägten Wirtschaftsordnung führen könnte, einschließlich Verstaatlichungen und Enteignungen. 
Die Wirtschaftselite und Unternehmer im Lande schäumen. Der Präsident des nationalen Industrieverbandes (Asociación national de Industriales) Adolfo Facussé hielt vor eine Woche eine flammende Rede auf die Gefahren, die dem Lande angeblich drohten.
Es rumort im Lande. Es bleibt spannend.


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